2018-10-09 08:32

Kunst auf dem Gipfel

Niesen

Das Kunstmuseum Thun präsentiert sich auf 2362 Metern über Meer. Dazu steigt es mit Werken aus der Sammlung in die Niesenbahn.

Die Pyramide des Berner Oberlandes: Auf dem Gipfel gibts ab Donnerstag nicht nur eine wunderbare Aussicht, sondern auch Kunst aus der Sammlung des Kunstmuseums Thun.

Die Pyramide des Berner Oberlandes: Auf dem Gipfel gibts ab Donnerstag nicht nur eine wunderbare Aussicht, sondern auch Kunst aus der Sammlung des Kunstmuseums Thun.

(Bild: Bruno Petroni)

  • Heidy Mumenthaler

Dass das Kunstmuseum Thun rausgeht, und dies erst noch auf 2362 Metern über Meer, ist nicht alltäglich. Jedoch gibt es seit zehn Jahren immer wieder Ausstellungen mit der Sammlung, die von Menschen ohne Kunstbezug entwickelt werden. Nun geht das Museum erstmals mit einer solchen Ausstellung hoch hinaus ins Berner Oberland. «Bergwärts auf den Niesen» ist eines von zwei Vermittlungsprojekten der diesjährigen Ausstellung im Thun-Panorama mit dem Titel «Bergwärts. Marquard Wochers Gipfelwelten gestern und heute».

Ein Krimi mit im Gepäck

Nach einem Projekt in Aesch im April mit Asylsuchenden und Freiwilligen aus dem Café international und einem Gespräch mit Interessierten im Thun-Panorama, wo es zur erfahren gab, wie die Ausstellung zustande kam, geht es nun dem Gipfel zu.

Wie von Kunstvermittlerin Sara Smidt und Niesenbahn-Geschäftsführer Urs Wohler zu erfahren war, setzten sich Wagenführer, Servicemitarbeitende, Mitglieder der Geschäftsführung, Marketingverantwortliche und eine Geschichtenerzählerin mit der Sammlung des Kunstmuseums Thun auseinander und wählten die Originalwerke aus.

«Der Niesen ist ein besonderer Berg mit seiner historischen Bahn. Es braucht also auch besondere Veranstaltungen. ‹Bergwärts auf den Niesen› ist so eine», berichtete Urs Wohler. «Wir freuen uns ebenfalls auf den Krimi von Esther Pauchard, den sie extra für den 11. Oktober geschrieben hat. Jedes Bild der Ausstellung spielt darin eine inspirierende Rolle.»

«Wo ist vorne beim Niesen?»

Auch Rudolf Schneiter, Präsident der Kommission für Dorfgeschichte Wimmis, ist vom Projekt begeistert. Er gab am Infotreffen mit Anekdoten Einblick in die historischen Geschichten zum Niesen: «Der Blick auf den Niesen war immer schon Thema, zum Beispiel: Wo ist vorne bei diesem Berg? Ist es Wimmis, wo die erste Zahnradbahn geplant war, aber nicht realisiert wurde? Ist es Mülenen, wo heute die Niesenbahn startet?»

Berner Oberländer