2018-09-27 20:05

Sommererlebnisse im Trend

Grindelwald

Der Grindelwalder Gemeinderat stellte Weichen für Tourismus-attraktionen. Auf Pfingstegg ist eine Fly-Line geplant, auf First sind es ein Cristal Peak, eine Free-Fall-Bahn und Sommertubing.

Eine Bildmontage der geplanten Fly-Line der Luftseilbahn Grindelwald-Pfingstegg als neuer Tourismusattraktion.

Eine Bildmontage der geplanten Fly-Line der Luftseilbahn Grindelwald-Pfingstegg als neuer Tourismusattraktion.

(Bild: PD)

  • Anne-Marie Günter

Michael Wyss, VR-Präsident der Luftseilbahn Grindelwald-Pfingstegg AG, sagte am Donnerstag an der Medienorientierung des Gemeinderats: «Wir haben nach einer Attraktion gesucht, die zu uns passt.» Geplant ist jetzt bei der Bergstation Pfingstegg eine Fly-Line.

Eine solche wird aktuell am Pilatus gebaut. Die Passagiere gleiten an Rollen an einem Trägersystem aus Edelstahlrohren leise und sanft über Alpwiesen und Wald. Der Gemeinderat hat einen positiven Amtsbericht zu den nötigen Ausnahmebewilligungen abgegeben. Es muss ein Steinschlagschutzdamm gebaut werden.

Der Gemeinderat lässt zudem eine Änderung der Überbauungsordnung «Touristische Nutzung First» auflegen. Damit wird ein weiterer Ausbau der touristischen Ganzjahresattraktionen auf First möglich. Geplant ist eine Erlebnisarena mit Sommertubing, eine Erlebnisplattform in Form eines Kristalls und eine schienengeführte Bahn auf Stützen namens First Free Fall. Sie führt zwischen Schutzzonen hindurch.

Gute Zahlen

Als Finanzverwalter der Gemeinde stellte Michael Wyss das Budget 2019 vor. Gerechnet wird mit einem betrieblichen Aufwand von 25,45 und einem betrieblichen Ertrag von 25,63 Millionen Franken. Die Steuererträge sind eher zurückhaltend budgetiert; aufgrund der Rechnung 2017 und der Wirtschaftslage wurden sie gegenüber dem Budget 2018 um eine Million auf 14,56 Millionen Franken erhöht. Investiert werden sollen 7,9 Millionen Franken. Im steuerfinanzierten Haushalt resultiert ein Ertragsüberschuss von 725'300 Franken.

0,5 Millionen Franken davon werden in die Vorfinanzierung der Doppelturnhalle eingelegt. Möglicherweise könnte die unendliche Geschichte des Turnhallenbaus in Grindelwald – das Gletscherdorf hat eine einzige Halle, und seit weit über dreissig Jahren wird geplant – bald mit einer Doppelturnhalle im Graben zu einem Ende kommen. Gemeindepräsident Christian Anderegg hofft, dass 2019 eine Vorlage zur Abstimmung kommt.

Bürgschaft für Sportzentrum

Der Gemeinderat hat beschlossen, die Bürgschaft für ein Neues-Regionalpolitik-Darlehen zu übernehmen. Dieses beträgt eine Million Franken und wird für die Sanierung des Sportzentrums verwendet. In Grindelwald wird eine neue Smile-«Lätsch»-Geschwindigkeitsanzeige Fahrzeuglenker darauf hinweisen, wie gut sie sich an die Vorschriften halten. Ihr Vorteil ist, dass sie zugleich die Frequenzen auf der Strasse aufzeichnet.

Berner Oberländer