2019-02-17 19:49

Langläufer steigen steil auf

Hasliberg

Langlauf rein bergauf: 48 Teilnehmende am ersten Alpe-Mägis-Rennen in Hasliberg.

Aufregung, kurz bevor es im erstmals ausgetragenen Alpe-Mägis-Rennen, einem reinen Berglauf, losgeht: Faszinierender Massenstart im Scheinwerferlicht.

Aufregung, kurz bevor es im erstmals ausgetragenen Alpe-Mägis-Rennen, einem reinen Berglauf, losgeht: Faszinierender Massenstart im Scheinwerferlicht.

(Bild: PD/Tino Scherer)

  • Anne-Marie Günter

Sterne, ein Dreiviertelmond, viel Schnee, der nach Sonnenuntergang wieder härter geworden war: Die Voraussetzungen für die Premiere eines Langlauf-Nachtrennens waren am Freitagabend bestens. Das Besondere: Das erste Alpe-Mägis-Rennen war ein reiner Bergaufwärtslauf. Über 283 Höhenmeter, verteilt auf 3,1 Kilometer Streckenlänge, gings hinauf von Bidmi auf die Mägisalp.

Gleich nach dem Start wurde es happig, denn dort, wo Alpinfahrer am Steilhang Tempo holen für das Flachstück vor der Bahnstation, versuchten die Teilnehmenden nach dem Massenstart möglichst rasch hinaufzukommen, um auf dem schmalen Schittelweg, wo das Überholen schwierig wurde, vorne zu sein.

Organisiert hat das Rennen der Nordische Skiclub Oberhasli (NSCO). Einzige Voraussetzung für die Teilnahme war, dass man eine Stirnlampe hatte. Viele Teilnehmende waren Mitglieder von Skiclubs, andere nicht. So verlegten zum Beispiel die Geräteturner Innnertkirchen ihr Training auf die Langlaufstrecke.

Für den Langlauf

Der NSCO betreibt die Langlaufloipe in Gadmen. «Wir waren fast nur noch ein Loipenverein», sagt Markus Fuchs, seit September 2018 Präsident des Clubs. Was als Idee für einen Vereinsevent seinen Anfang nahm, hat sich während des Organisierens weiterentwickelt. Und ist zur Premiere eines Rennens geworden, das durch seine Einzigartigkeit den Langlauf in den Fokus rückt.

Die Bergbahnen Meiringen Hasliberg halfen tatkräftig mit, und das Rennzentrum mit Reto Schläppi organisierte die Zeitmessung. Markus Fuchs war nach dem Rennen mit 48 Teilnehmenden, mit dem Ablauf und mit dem Echo durchaus zufrieden.

Mit den Cracks

Speziell wurde der Event dadurch, dass junge Sportler aus dem BOSV-Kader teilnahmen. Der Bergauflauf war Teil einer Mini-Tour, welche dieses Wochenende stattfand. Lars Mauron vom Skiclub Plasselb, Nicola Buchs vom Skiclub Lenk und Fabian Fahner vom NSCO machten denn auch den Sieg unter sich aus. Fahner hätte ihn gern nach Hause geholt, musste aber seinen Kollegen den Vortritt lassen.

Fabian Fahner vom NSCO im Interview. Er verpasste es knapp, das Rennen zu gewinnen und musste am Schluss seinen Kollegen den Vortritt lassen. Bild: PD/Tino Scherer

«Beim Überholen ist der Teller meines Skistocks unter einen Ski gekommen», sagte er nach dem Rennen. «Ja», sagt er klar auf die Nachfrage, ob er in die Fussstapfen von Dario Cologna treten möchte. Sein jüngerer Bruder Ivan wurde Fünfter, und Vater Bernhard, einst Mitglied des Schweizer Alpinkaders, erzielte die neuntbeste Zeit. Für BOSV-Trainer Toni Burn war das «Mägis Alpe» durchaus eine valable Rennstrecke. «Es war anstrengend, besonders die Steigung kurz vor dem Ziel», sagte Sieger Lars Mauron, und auch Carla Wohler aus Spiez (NSK Thun), die das Rennen vor ihrer Zwillingsschwester Gianna gewann, fand die Strecke sehr anspruchsvoll.

Rangliste: https://loipe-gadmen.ch