2019-02-04 17:37

Engagierte Rundenjagd, gute Stimmung, ausgefallene Kostüme

Kandersteg

18 kostümierte Teams begaben sich beim Nordic Day auf Rundenjagd. Die Thuner Galaxis wiederholten ihren Vorjahressieg.

Ueli Gerber (vorne) und Paul Graber sammelten Runden für den Nordischen Skiklub Thun, der unter dem Motto Galaxis antrat.

Ueli Gerber (vorne) und Paul Graber sammelten Runden für den Nordischen Skiklub Thun, der unter dem Motto Galaxis antrat.

(Bild: Peter Russenberger)

  • Peter Russenberger

Es geht Schlag auf Schlag im Lötschbergdorf. Auf die Belle-Epoque-Woche folgt der 17. Nordic Day. Tags darauf der 58. Kandersteger Volksskilauf und der 4. Craft-Kidscup mit Pick-&-Pack-Funlauf. Zum Auftakt nahmen 100 Personen am Schnupperkurs der Langlaufschule Edelweiss von OK-Präsident Urs Niedhart teil. Wegen der Wachserei wohl mehrheitlich Skater.

Die Müllermatte präsentierte sich bei dieser Langlauf-Gala im bezaubernden Winterkleid. 18 verkleidete Gruppen und total 362 Teilnehmer fieberten dem Start der Rundenjagd entgegen. Die grösste Delegation war mit 61 Rundenläufern die Galaxis des Nordischen Skiklubs Thun (NSK). Im schwarzen Renndress mit gelben Sternen strahlten die Kyburgstädter auch Potenzial aus. Mit acht 6-Runden-Garanten, die allein schon in 45 Minuten achtmal 3,333 Kilometer – insgesamt 26,664 Kilometer – beisteuerten, stand der Sieger bereits vor dem Start fest.

Zudem überliessen die Puncher Seraina Mischol, Paul Graber, Ueli Gerber, Lukas Bähler, Jiris Kaspar, Philipp Krebs, Sami Nyffeler und Joil Messerli in der taktischen Abstimmung nichts dem Zufall. Am Schluss schauten für den Vereinsgesamtsieger der Cross-Country-Events (CCE) 251 Runden heraus. Und das ohne die Geschwister Carla und Gianna Wohler, die an den Schweizer Meisterschaften in Engelberg sind.

Chef ging voran

Die Oldies Paul Graber und Ueli Gerber sind in ihrer Alterskategorie Seriensieger. Graber meint zum Event: «Einst von mir als ‹Laschilauf› verspottet, ist der Nordic Day zum richtigen Highlight geworden, ein Team- und Spassevent für Gross und Klein, Alt und Jung und auch für die vielen Zuschauer!» Und Ueli Gerber trocken: «Als AHV-Profi beim Heimanlass auf der Heimloipe bin ich immer ganz besonders motiviert.»

Das Team Wenger Fenster, regelmässig Gruppensieger beim Spiezathlon, war auch gut besetzt. Es brachte es mit 34 Rundenjägern auf 163 Runden. Firmenchef Fredi Wenger steuerte fünf Runden bei. Sein kämpferischer Gesichtsausdruck erinnert an frühere Velorennen, wo der Stockentaler mit seinem Potenzial als Sechszylinder stets auf dem Podest war.

Kostümpreis ging an Einheimische

Die Wandfluh AG brachte es als Dritte mit 30 Läufern auf 102 Runden. Das Ensemble von Alt-Nationalrat Hansruedi Wandfluh und Sohn war bestklassiertes Kientaler Team. Der Kostümpreis ging an den SC Kandersteg mit dem Sujet Chanderstäger Cupcakes vor Gärtner-Familiy mit Zwärgli (Frutigen/Münchenbuchssee) und Schneewittchen und die neun Zwergli (Kiental).

Berner Oberländer