2019-07-11 16:50

BSV Bern kann diesmal nicht aufrücken

Der BSV Bern spielt in der kommenden Saison europäisch im schwächer besetzten Challenge-Cup.

Der BSV Bern kann in diesem Jahr nicht in den EHF-Cup aufrücken (Archivbild).

Der BSV Bern kann in diesem Jahr nicht in den EHF-Cup aufrücken (Archivbild).

(Bild: Raphael Moser)

  • Reto Pfister

    Reto Pfister

Der BSV Bern hat auch in diesem Sommer den Antrag gestellt, in den EHF-Cup aufrücken zu können. Im Gegensatz zu den Vorjahren war dieses Begehren jedoch nicht erfolgreich. Die Berner müssen mit dem Challenge-Cup – ohne Mannschaften aus den sechs besten Ligen Europas – vorliebnehmen. «Uns wurde mitgeteilt, dass nur noch ein Schweizer Verein aufsteigen kann», sagt Sportchef Daniel Weber. Zu schlecht ist mit Platz 15 mittlerweile die Position der NLA im europäischen Ranking.

Pfadi Winterthur hat als Playoff-Finalist der letzten Saison die Möglichkeit wahrgenommen. «Wir wollen den Challenge-Cup sportlich angehen», sagt Weber. «In jedem Wettbewerb, in dem man antritt, will man möglichst gut abschneiden.» Der BSV greift in der 2. Runde (5./6. und 12./13. Oktober) ein und ist gesetzt. Es sind unterschiedlich starke Gegner möglich. Es kann sein, dass der BSV auf einen klar schwächeren Kontrahenten trifft. Möglich ist aber auch ein Aufeinandertreffen mit Drammen (NOR) oder Stavropol (RUS), die zu den bekannteren Teams im Teilnehmerfeld gehören.

Wacker ist gesetzt

Keine Überraschung gab es bei der Topfeinteilung für Wacker Thun. Die Oberländer wurden als Cupsieger für die 2. Runde des EHF-Cups gesetzt und greifen im Oktober in den Wettbewerb ein. Wacker trifft auf einen Sieger aus der 1. Runde, mit Teams wie Constanta (ROU), Spartak Moskau (RUS) oder auch Pfadi als Beispiele für mögliche starke, aber schlagbare Gegner.

Kommen die Thuner weiter, könnten sie auf die Rhein-Neckar Löwen mit Andy Schmid oder Chambéry mit dem früheren Wacker-Spieler Lukas von Deschwanden treffen. Bei den Frauen ist Rotweiss Thun erst im November in der 3. Runde des Challenge-Cups im Einsatz. Die ersten Kontrahenten werden den drei Berner Teams am kommenden Dienstag zugelost.

2020/2021 alles neu

Der Europa-Cup wird letztmals in dieser Form ausgespielt. Ab 2020/2021 umfasst die Champions League der Männer 16 Teams (ohne Schweizer Vertreter). An der European League als zweitwichtigstem Wettbewerb spielen in einer Gruppenphase 24 Mannschaften, zuvor finden Qualifikationspartien statt. Zwei NLA-Clubs (wohl Meister und Cupsieger) dürfen daran teilnehmen. Zwei weitere Schweizer Equipen starten im EHF-Cup, der Challenge-Cup wird abgeschafft.

Berner Zeitung