ABO+2018-10-09 12:56

Essen, schlafen, Sex anbieten – und dazwischen stetiger Psychoterror

Emiliya wurde als 20-Jährige Opfer von Menschenhandel und in der Schweiz zur Prostitution gezwungen. Chronik eines verpfuschten Lebens.

Emiliya musste täglich 18 Stunden überall da arbeiten, wo Männer für Geld Sex haben wollten. Foto: Fabienne Andreoli

Emiliya musste täglich 18 Stunden überall da arbeiten, wo Männer für Geld Sex haben wollten. Foto: Fabienne Andreoli

Eigentlich erzählen ihre Hände die Geschichte. Sie trommeln gegen die Schläfen, wenn die Erinnerung im Kopf pocht. Sie bedecken das Gesicht, wenn die Tränen aufsteigen. Sie fächeln nach Luft, wenn der Atem knapp wird. Und sie umklammern den Kugelschreiber, wenn der Halt fehlt. Diese Hände haben Männer befriedigt. Hunderte Männer. Jahrelang. Unfreiwillig. Es sind Emiliyas* Hände.