2019-07-18 09:00

Eingespieltes Team, einmalige Strecke und grosser Rückhalt

Grindelwald

3000 Läuferinnen und Läufer nehmen am Samstag am 7. Eiger Ultra Trail in Grindelwald teil. Der Event ist auch für den Tourismus interessant.

Der 7. Eiger Ultra Trail führt an Eiger, Mönch und Jungfrau vorbei.

Der 7. Eiger Ultra Trail führt an Eiger, Mönch und Jungfrau vorbei.

(Bild: PD)

Am Samstag beginnt der 7. Eiger Ultra Trail. Und wie das Trailrunnig im Allgemeinen boomt auch der Grindelwalder Anlass. Die 3000 Startplätze waren in drei Minuten ausverkauft, wie OK-Präsident Ralf Näf festhält.

Bei der ersten Ausgabe gingen 1200 Teilnehmer an den Start. «Als wir den Anlass zu planen begannen, rechneten wir eigentlich mit knapp 300 Läufern», erinnert sich Marcel Marti. Er hatte die Idee zum Eiger Ultra Trail. Heute amtet er als einer der technischen Leiter und Rennleiter E101 – sprich des Laufs über 100 Kilometer.

«Die Strecke wird von den Teilnehmern enorm geschätzt.»Ralph Näf OK-Präsident Eiger Ultra Trail

Habe es damals auch Skepsis gegenüber dem Anlass gegeben, sei der Rückhalt im Tal heute überwältigend, meint Näf. «Die Wegmeister, die Gemeinde, die Bahnen, die Hotels und Privatpersonen unterstützen uns gewaltig. Sonst wäre der Anlass nicht durchführbar.»

OK-Präsident Ralph Näf (links) und Rennleiter E101 Marcel Marti. Bild: Samuel Günter

Diese Unterstützung sei ein Teil des Erfolgsrezepts des Eiger Ultra Trail. Ein weiterer sei die grosse Konstanz im Team. Angefangen über die Geschäftsleitung mit zwei Personen über das OK und die zahlreichen Helfer.

«Viele sind seit langem dabei», erklärt Näf. Dadurch ergebe sich eine familiäre Atmosphäre, die auch von den Läufern geschätzt werde. Und da ist noch das Tal selbst: «Die Strecke wird von den Teilnehmern enorm geschätzt. Sie führt ums Tal und an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbei.»

Touristisch interessant

Der Eiger Ultra Trail sei inzwischen auch touristisch ein Faktor. So bringen die Teilnehmer im Schnitt zwei Betreuungspersonen mit. «Und Befragungen der Läufer haben ergeben, dass 80 Prozent der Teilnehmer auch neben dem Anlass nach Grindelwald kommen, um zu trainieren.»

«Als wir den Anlass planten, rechneten wir mit knapp 300 Läufern.»Marcel Marti Initiant, Technischer Leiter & Rennleiter E101

Das Potenzial des Trailrunnings hat auch Grindelwald Tourismus erkannt. Zusammen mit den Organisatoren des Ultra Trail haben sie 25 Strecken definiert, Karten vorbereitet und verkaufen Grindelwald aktiv als Trail Running Destination. «Die Nachfrage ist gross», weiss Marti. Allerdings startete das Projekt erst auf diese Saison, sodass noch keine verlässlichen Zahlen vorhanden sind.

Schon heute macht sich das OK Gedanken zum anstehenden 10-Jahr-Jubiläum. «Wir haben schon einige Ideen, aber es ist noch nichts spruchreif», erklärt Näf. Allerdings viel grösser soll der Anlass in den nächsten Jahren nicht werden. «Wir wollen immer alles im Griff haben. Bei mehr Teilnehmer wäre das wohl nicht mehr gegeben.»

Programm und weiter Infos: www.eigerultratrail.ch