2019-11-10 19:14

Skiclub Gündlischwand feierte rauschendes Fest

Wilderswil

Beim Rückblick aufs 75-jährige Bestehen kam der Humor nicht zu kurz.

An der Jubiläumsfeier in der Mehrzweckhalle Wilderswil genossen die Mitglieder einen Rückblick auf die Clubgeschichte. Foto: Monika Hartig

An der Jubiläumsfeier in der Mehrzweckhalle Wilderswil genossen die Mitglieder einen Rückblick auf die Clubgeschichte. Foto: Monika Hartig

  • Monika Hartig

«Das liegt doch schon sooo lange zurück», sagte Clubmitglied Margrit Finger auf die Frage, ob sie noch Anekdoten aus der Gründerzeit wisse. Margrit Finger war 1944 bei der Gründung des Skiclubs Gündlischwand mit 13 weiteren Personen dabei ge­wesen und wurde nun als einzige noch lebende Zeitzeugin mit einem Blumenstrauss geehrt.

Am Samstag feierte der Skiclub Gündlischwand, der in Zweilütschinen beheimatet ist, in der Mehrzweckhalle Wilderswil mit einem grossen Fest sein 75-jäh­riges Bestehen. Die eigentlich schon für Juli geplante Feier hatte kurzfristig abgesagt werden müssen, da das Festzelt Opfer eines Sturms geworden war. Umso fröhlicher feierten nun Junge, Aktive und Veteranen des Clubs bei einem Glas Wein und Ländlermusik der Saustalbuebe.

Rückblick mit Humor

Clubpräsident Bruno Fuhrer und Vizepräsident Beat Moor präsentierten anhand von Dias eine vergnügliche Rückschau auf 75 Jahre Vereinsgeschichte. Einer der Meilensteine war 1954 der Bau der Skiclubhütte auf der Äusseren Blatti auf Iseltenalp. Die Hütte unterhalb der Schynigen Platte war dazumal zu Fuss in etwa eineinhalb Marschstunden erreichbar. Ab 1957 wurde der Schynige-Platte-Slalom durchgeführt, immer am ersten Sonntag nach der Saisoneröffnung der Bahn.

Ehrenmitglied Anton Fuhrer erinnerte sich: «Die Zeitmessung war dazumal speziell. Oben am Start hat einer mit dem Fähnli gewinkt, daraufhin hat unten ein Helfer die Stoppuhr gedrückt.» 1969 kaufte man sich einen Kleinskilift. Und 1970, als der Skiclub gut lief, gründete man für den Nachwuchs die Jugendorganisation JO. 1973 nahm man am Clubtourenwettbewerb des Schweizerischen Skiverbands teil. «Kameradschaft wurde damals ganz grossgeschrie­ben», so Anton Fuhrer.

Erfolgreiche Clubmitglieder

Glorreiche Zeiten erlebte der Club ab 1980, als Mitglieder sich nebst dem Skilaufen auch im Langlauf profilierten. Clubpräsident Fuhrer: «Alpin waren wir sehr erfolgreich und belegten etwa am Inferno-Rennen in Mürren den ersten Rang in der Kombination.» Gross war die Freu­de, als Clubmitglied Beni Kiener 1995 im B-Kader des Weltcupslaloms in Wengen erfolgreich war. Bei der Giant X Tour Freestyle Big Air schaffte es Clubmitglied Yannick Fuhrer 2008 gar auf den ersten Rang. 2012 wurde die Strasse auf die Iselten-Alp und damit zur Skiclubhütte eröffnet. Und 1996 schaffte man erstmals eine Clubjacke in den Farben Blau und Weiss an, 2000 ein Vereinsfahrzeug.