ABO+2019-04-07 11:08

Drei Schweizer Mädchen stecken in der Hölle fest

Eine Genferin hat ihre Töchter entführt und zum Islamischen Staat verschleppt. Die Mädchen vegetieren nun in einem Internierungslager in Syrien dahin.

Hier leben inzwischen über 70'000 Menschen: Das Internierungslager al-Hol im Nordosten Syriens. Foto: AFP

Hier leben inzwischen über 70'000 Menschen: Das Internierungslager al-Hol im Nordosten Syriens. Foto: AFP

Drei kleine Genfer Mädchen sitzen in der Hölle des Internierungslagers von al-Hol im Nordosten Syriens fest. Die älteren, noch in Genf geboren, sind zwölf und sieben Jahre alt, das jüngste dagegen kam erst vor einem Jahr im Kalifat des Islamischen Staats (IS) zur Welt. In al-Hol leben inzwischen mehr als 73'000 Menschen, die meisten von ihnen Frauen und Kinder, Angehörige, Witwen oder Waisen von IS-Kämpfern. Viele sind verwundet oder krank. Laut dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz, das in der Region Hilfe leistet, sind die Menschen in al-Hol «unter extrem prekären Verhältnissen eingepfercht».