2019-06-26 19:49

Sows Platz im Bus bleibt leer

Mittelfeldspieler Djibril Sow reiste am Mittwoch nicht mit den Young Boys ins Trainingslager. Ein Wechsel zu Frankfurt rückt immer näher.

Djibril Sow weilte am Mittwoch nicht beim Team.

Djibril Sow weilte am Mittwoch nicht beim Team.

(Bild: Christian Pfander)

  • Simon Scheidegger

Als die Young Boys am Mittwochvormittag Richtung Vaduz aufbrechen, sind auch die Nationalspieler wieder dabei, die nach der langen letzten Saison ein paar Tage mehr Ferien genossen und am letzten Freitag beim Burkhalter-Cup noch abwesend waren. Zwei Sitze bleiben im Teambus jedoch leer: Jener von Roger Assalé, der am Afrika-Cup engagiert ist – und jener Djibril Sows. Die Abwesenheit des Mittelfeldspielers ist indes keine Überraschung.

Seit Wochen wird über einen Transfer des umworbenen Zürchers spekuliert. Und auch teamintern rechnet beim Meister längst niemand mehr damit, dass Sow beim Meisterschaftsauftakt in einem knappen Monat noch im Kader stehen wird. Christoph Spycher hat mit Vincent Sierro letzte Woche bereits den designierten Nachfolger des 22-Jährigen verpflichtet. Nun hat für den Sportchef das Engagement eines Aussenverteidigers Priorität. Mit Ulisses Garcia, Leo Seydoux und Jordan Lotomba stehen auf dieser Position aktuell drei junge Spieler im Kader. Ein Kandidat könnte Sandy Walsh sein. Der 24-jährige holländisch-englische Doppelbürger ist momentan bei Zulte Waregem in Belgien unter Vertrag.

YB hat Sow erlaubt, dem Trainingslager fernzubleiben um Vertragsgespräche zu führen, und es deutet vieles darauf hin, dass sein nächster Arbeitgeber der Bundesligist Eintracht Frankfurt sein wird. Deutsche Onlineportale bezeichnen den Mittelfeldspieler als Wunschspieler von YB-Meistertrainer Adi Hütter, und einige vermeldeten den Wechsel schon am Dienstagabend als fix.

Laut der «Bild»-Zeitung weilt Sow bereits in Frankfurt und absolvierte am Mittwoch den Medizincheck, während seine Teamkollegen am Nachmittag vor der Abreise ins Trainingslager nach Fügen im Zillertal im Vaduzer Rheinparkstadion ein Testspiel gegen den lokalen Challenge-Ligisten bestritten. Grösste Herausforderung war dabei aber wohl nicht der Gegner, sondern die Hitze. Nach einem frühen Gegentor entwickelte sich eine ereignisarme Partie, in der der Meister 0:1 unterlag.