2019-07-18 15:01

Geschwister Beyeler gehören zu den Favoriten

Ringgenberg

Am Sonntag endet das eidgenössische Armbrustschützenfest in Ringgenberg mit dem Ausstich zum Schützenkönig.

Irene Beyeler aus Schwarzenburg siegte 2006. Foto: Walter Pfäffli

Irene Beyeler aus Schwarzenburg siegte 2006. Foto: Walter Pfäffli

In Ringgenberg findet oberhalb dem Brienzersee noch bis am Sonntag das 24. Eidgenössische Armbrustschützenfest statt. Erstmals wurde das «Eidgenössische» 1898 in Zürich durchgeführt. Letztmals war das Fest 1981 im Kanton Bern ausgetragen worden, damals ebenfalls in Ringgenberg. Seit 2016 findet der Grossanlass alle drei (zuvor alle fünf) Jahre statt.

Höhepunkt der zahlreichen Wettkämpfe bildet jeweils der Ausstich des Eidgenössischen Schützenkönigs über 30 m. Titelverteidiger ist der Zürcher Jürg Ebnöther, der 2016 die Beyeler-Geschwister Irene (2.) und Simon (4.) bezwang. Die Schwarzenburger gehören zu den besten Armbrustschützen im Land und dominierten die Feste 2011 und 2006, als sie jeweils die ersten beiden Plätze belegten – allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Der 37-jährige Simon und die vier Jahre jüngere Irene Beyeler sind auch heuer in Ringgenberg dabei. Ebenfalls zum Favoritenkreis zählt der U-23-Weltmeister Mirco Steiner aus Wasen i.E.

Im Ausstisch müssen die 40 qualifizierten Schützen 30 Schuss in 90 Minuten abgegeben. Der 37 Gramm schwere Pfeil fliegt mit gut 200 Stundenkilometern durch die Luft. Nach 30 Metern sollte er in der Mitte der Scheibe im 6 mm grossen Kreis der Maximalpunktzahl 10 einschlagen. Zum Ergebnis des Ausstichs zählt auch das Resultat aus der Qualifikation. Der daraus ermittelte Sieger erhält einen Gold-Kopfkranz mit Schleife sowie eine neue Match-Armbrust und darf sich auf Lebzeiten Schützenkönig nennen.